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Beitrag: Plietsch Der Lebensmitteltest

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Weitere Informationen unter: www.ndr.de/plietsch

Es ist der Kampf um die Gunst der Kunden: Bio gegen Nicht-Bio. Doch wer hat weniger Pflanzenschutzmittel in sich? Plietsch lässt im Institut 
für Umwelt- und Lebensmittelchemie der Universität Halle Obst und Gemüse von Discountern und Bio-Läden vergleichen. Prof. Werner Lorenz und sein
Team werden die verschiedenen Produkte analysieren. "Wenn wir den Rückstand an Pflanzenschutzmitteln betrachten, dann müssen wir feststellen, dass
ökologische Lebensmittel rückstandslos sein sollen. Dass ist eines der wesentlichen Kriterien", sagt Professor Lorenz.
Das Ziel

Die Jury untersucht die Proben auf die zehn gängigsten Pflanzenschutzmittel, auch Pestizide genannt, die in der Landwirtschaft vorkommen.
"Manche Stoffe sind nierenschädigend, manche stören das Nervensystem, manche können sogar krebserregende Wirkung haben. Andere reichern sich im
Fettgewebe an und können in höheren Konzentrationen schädigend sein. Es ist allerdings so, dass Rückstände, wenn sie in Lebensmitteln auftreten und
unterhalb eines Grenzbereiches liegen, derartige Wirkungen nicht entfalten", so Professor Lorenz.
Die Messung

Um Pflanzenschutzmittel zu finden, zerkleinern die Forscher Erdbeeren, Karotten und Äpfel, denn die Stoffe lagern tief in den Früchten. Starke
Chemikalien sorgen dafür, dass sich Äpfel, Erdbeeren und Möhren auflösen. Für das weitere Arbeiten ist nur ein Teil dieser Flüssigkeit nötig.
Um die zugesetzten Chemikalien wieder herauszufiltern, lassen die Forscher die Probe in einem warmen Wasserbad rotieren. Zur Reinigung wird die
Lebensmittelprobe schließlich in eine Art Hochleistungs-Staubsauger gespritzt. Ein weißes Gel zieht alles heraus, was stören könnte.
Zum Schluss: Das Messen.
Das Ergebnis

Ähnlich wie bei Lebensmittelverpackungen im Supermarkt besitzt jedes Pestizid einen Strichcode. Anhand der Linien kann Professor Lorenz erkennen,
ob Pflanzenschutzmittel in den Proben sind: "Wir haben in der Bio-Ware, die wir aus verschiedenen Geschäften genommen haben, keine Rückstände gefunden.
Wie es zu erwarten war. Dort, wo in der Landwirtschaft keine Wirkstoffe eingesetzt werden, sollten auch keine Rückstände sein. Bei den konventionellen
Lebensmitteln konnten wir nur in den Möhren Rückstände finden, der Wirkstoff lag allerdings unter dem gesetzlichen Grenzwert.
Das Fazit

Bis auf die konventionelle Mohrrübe waren alle Lebensmittel pestizidfrei. Egal, ob herkömmlich oder Bio. Und die gute Nachricht für die
Kunden: Im Plietsch Test war Bio vom Discounter genauso gut wie aus dem Bio-Laden.

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